Modul 7 - Vorbereitung auf die Beschäftigung

Modul 7

Vorbereitung auf die Beschäftigung

 

Verantwortlicher Partner

 

INTERPROJECTS, Bulgarien

Ziele und übergeordnete Ziele des Moduls

Fachkräfte für UB erwerben die folgenden Kenntnisse und sind in der Lage:

  • die Klientinnen/Klienten mit Behinderung in den strukturierten Beratungsprozess einzuführen;
  • die lokalen Arbeitsmarkttrends zu beschreiben und einen Überblick über Ressourcen zur Berufswahl zu geben;
  • die wichtigen arbeitsbezogenen Elemente aus Sicht der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers zu beschreiben;
  • die Bedeutung der Selbstanalyse im Rahmen dessen, eine geeignete Stelle zu finden, weiterzugeben;
  • Tools zur Berufs- und Stellensuche zu besprechen;
  • Zugangstechnologien am Arbeitsplatz zu analysieren und einen Überblick darüber zu geben;
  • positive Kommunikationsfertigkeiten festzustellen und die Selbstdarstellung der Kundinnen/Kunden zu unterstützen;
  • Strategien zur Suche nach geeigneten Arbeitsplätzen zu besprechen;
  • zu beschreiben, wie man die Klischees der Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber in Bezug auf die Einstellung von Menschen mit Behinderung überwinden kann;
  • Techniken hinsichtlich der Offenlegung einer Behinderung zu erklären und zu erklären, zu welchem Zeitpunkt man die Behinderung bei der Jobsuche offenlegen sollte;
  • Techniken zur Erstellung und Abgabe von Bewerbungen, Lebensläufen und Anschreiben (online oder persönlich) vorzustellen;
  • einen Bewerbungsworkshop abzuhalten und die jeweiligen Fertigkeiten anhand der Unterlagen der Kundin/des Kunden zu üben;
  • Probe-Bewerbungsgespräche durchzuführen;
  • den Kundinnen/Kunden Feedback zu den Probe-Vorstellungsgesprächen zu geben und sie bei den letzten vorbereitenden Aktivitäten zu unterstützen;
  • die Klientin/den Klienten mit Behinderung auf ihren/seinen ersten Arbeitstag vorzubereiten.

Zusammenfassung des Modulinhalts und Inhalt

Dieses Modul beschreibt Best Practices in der Berufsberatung. Es befasst sich mit der Bedeutung davon, Arbeitsnormen zu etablieren und einzuhalten, mit der Entwicklung von Soft Skills, die für ein erfolgreiches Bewerbungsverfahren notwendig sind, und mit der Einleitung eines Selbsterkenntnis- und Berufsfindungsprozesses. Dieses Modul dient der Fachkraft für UB auch als Leitfaden dazu, wie man Klientinnen/Klienten mit Behinderung ermutigen kann, in Bezug auf sich selbst und jene Berufe, für die sie qualifiziert und an denen sie interessiert sind, "über den Tellerrand hinauszublicken", während man gleichzeitig auch die Herausforderungen, Einschränkungen und Stärken erkennt. 

 

Außerdem bietet das Modul Anleitungen dazu, wie Arbeitssuchende mit Behinderung Informationen in Bezug auf freie Stellen finden können und welche alternative Ressourcen für die Jobsuche zur Verfügung stehen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn die Fachkraft für UB mit Klientinnen/Klienten arbeitet, deren Zugang zu Ressourcen in Bild und Schrift eingeschränkt ist.

 

Die Fachkräfte für UB werden lernen, wie man Klientinnen/Klienten mit Behinderung ermutigt, darüber nachzudenken, was ihnen wichtig ist: Wie müsste die perfekte Stelle aussehen? Um von der Suche und Planung zur Umsetzung zu gelangen (von der wirtschaftlichen Inaktivität zur Planung potenzieller Stellen und der tatsächlichen Bewerbung), ist es wichtig, dass Arbeitssuchende die Art der Entscheidungsfindung und Zielsetzung verstehen.

Darüber hinaus wird das Modul die Fachkräfte für UB dabei unterstützen, ihre Klientinnen/Klienten anzuleiten, ihre persönlichen Eigenschaften, Fähigkeiten, Verhaltensweisen, ihre Mimik und ihre Körpersprache zu verstehen, sodass sie auch die Reaktionen anderer Menschen ihnen gegenüber erkennen können.

Das Modul stellt den Fachkräften für UB Tools zur Verfügung, mithilfe derer Klientinnen/Klienten mit Behinderung feststellen können, ob ihre Berufswahl sich aufgrund der Analyse der beruflichen Ressourcen verändert hat.

 

Um ihre beruflichen Möglichkeiten richtig bewerten zu können, müssen die Arbeitssuchenden ihre Stärken (Interessen, Fähigkeiten, Werte, Persönlichkeit bei der Arbeit) und ihre Einschränkungen mit den Stellen, die sie gefunden haben, vergleichen und so bestimmen, in welchen Punkten ihre Qualifikationen mit den von ihnen in Erwägung gezogenen Arbeitsplätzen übereinstimmen.

 

Das Modul bietet auch Tools zur Interpretation nonverbaler Kommunikation (z. B. Mimik und Körpersprache) und, umgekehrt, zum aktiven Einsatz nonverbaler Signale.

Sobald die Klientinnen/Klienten mit Behinderung die Gültigkeit der beruflichen Optionen bewertet und festgestellt haben, welche Stellen es wert sind, weiter verfolgt zu werden, müssen sie entscheiden, wie sie am besten zu offenen Stellen kommen.

Dieses Modul stellt die am häufigsten eingesetzten Methoden der Stellensuche vor zeigt Alternativen zur traditionellen Arbeitssuche, wie z. B. das Netzwerken, auf.

Viele Menschen unterschätzen oft die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung - auch deren Familienmitglieder selbst. Diese falsche Wahrnehmung der Öffentlichkeit (und der Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber) beruht auf der Tatsache, dass die Menschen noch nie mit jemandem mit Behinderung zu tun gehabt haben. Um den klischeehaften Einstellungen der Menschen entgegenzuwirken, erhalten die Fachkräfte für UB wichtige Informationen dazu, wie sie ihren Klientinnen/Klienten mit Behinderung helfen können, herauszufinden, welche falschen Vorstellungen es über sie geben kann, und wie man damit umgehen kann. Dieses Modul unterstützt die Fachkräfte für UB auch in Bezug darauf, Kolleginnen/Kollegen, potenzielle Kundinnen/Kunden bzw. Klientinnen/Klienten und die Öffentlichkeit auf Klischees in Bezug auf Behinderungen anzusprechen, denen sie eventuell begegnen.

Nach Abschluss dieses Moduls werden die Fachkräfte für UB auch in der Lage sein, ihre Klientinnen/Klienten dahingehend zu unterstützen, zu welchem Zeitpunkt in der Stellensuche sie ihre Behinderung offenlegen sollten und wie sie Einschränkungen in Bezug auf die Behinderung positiv darstellen können, wenn Menschen ohne Behinderung Bedenken haben, dass bestimmte Aufgaben nur mit Adaptierungen oder Veränderungen erledigt werden können.

 

Dieses Modul bietet den Fachkräften für UB Tools für spezifisches, schriftliches und mündliches Feedback in Bezug auf das Verhalten der Klientinnen/Klienten. Dieses Feedback bietet den Klientinnen/Klienten mit Behinderung Ideen hinsichtlich der Entwicklung eines Aktionsplans zur Veränderung von Verhaltensweisen, die nicht gut aufgenommen werden. Solcherart werden auch zukünftige Probleme in Bezug auf die Aufrechterhaltung der Anstellung umgangen.

Für Klientinnen/Klienten mit Behinderung ist im Prozess der Arbeitssuche eine der größten Herausforderungen der Umgang mit den notwendigen Formalitäten. Während viele Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber heute ein elektronisches Bewerbungsverfahren einsetzen, bestehen viele nach wie vor auf Bewerbungen und Lebensläufen auf Papier. Daher informiert dieses Modul auch darüber, wie die Fachkraft für UB den Umgang mit den jeweiligen Dokumenten unterstützen kann.

Um sich auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten, benötigen Klientinnen/Klienten mit Behinderung Input von Fachkräften für UB, die bei Bewerbungen selbst bereits erfolgreich waren und Techniken recherchiert haben, die andere in solchen Situationen erfolgreich einsetzen. In diesem Modul kann das eingesetzt werden, was in früheren Modulen erlernt wurde. Die zusätzliche Praxis hinsichtlich der Selbstdarstellung ermöglicht es den Menschen, Selbstvertrauen aufzubauen; eine Präsentation zum Thema Offenlegen der Behinderung zu halten, hilft ihnen dabei, sich für das eigentliche Bewerbungsgespräch vorzubereiten.

 

Darüber hinaus bietet das Modul ein Beispiel zur Durchführung eines Vorstellungsgesprächs. Die Fachkräfte für UB werden in der Lage sein, die Leistung ihrer Kundinnen/Kunden zu bewerten und ihnen weitere Anleitungen zur Verfügung zu stellen. Da sie das Feedback in einer kontrollierten Umgebung geben bzw. erhalten, können Klientinnen/Klienten mit Behinderung ihren Präsentationsstil üben und verbessern. So erhalten die Kundinnen/Kunden aufgrund der Arbeit der Fachkräfte für UB Vertrauen in ihre Fähigkeit, Leistungen zu erbringen.

Ausbildungsumfang

1.    Theoretischer Teil: 30 Stunden

2.    Praktischer Teil: 30 Stunden

3.    Beurteilung: 2 Stunden

Notwendige Lehrmittel

1.   PC, Laptop oder Tablet.

2.   Internetzugang.

3.   3. E-Mail-Konto

Lernwege

1.    Präsenz: 15 Stunden

2.    E-Learning: 15 Stunden

3.    Praxis: 30 Stunden

4.    Praktikum: 0 Stunden

Vorkenntnisse

1.   Lese- und Schreibkundigkeit, grundlegende Kenntnisse im Bereich Behinderungen und Soziales.

2.   Gute Kommunikationsfertigkeiten.

3.   IKT-Grundkenntnisse.

4.   Fähigkeit, mit anderen zu kooperieren.

5.   Eine positive Einstellung und die Fähigkeit, gegenüber Menschen mit Behinderung empathisch zu sein.

6.   Grundkenntnisse im Bereich Arbeit mit Klientinnen/Klienten mit besonderen Bedürfnissen.

Lernergebnisse

Kenntnisse:

  • Genaues Verständnis hinsichtlich der Vorbereitungen auf eine Anstellung aus Sicht der Klientinnen/Klienten.
  • Spezielle Tools zur Unterstützung der täglichen Aktivitäten im UB-Coaching-Prozess.
  • Die Art der Offenlegung der Behinderung.
  • Gründe, die zum Scheitern der Klientin/des Klienten während des Vorstellungsgesprächs führen können.

Fertigkeiten:

  • Die Fähigkeit, den UB-Beratungsprozess zu strukturieren.
  • Die Fähigkeit, die lokalen Arbeitsmarkttrends zu beschreiben.
  • Die Fähigkeit, die wichtigen arbeitsbezogenen Elemente aus Sicht der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers zu beschreiben.
  • Die Fähigkeit, Tools für die Stellensuche anzuwenden.
  • Die Fähigkeit, Zugangstechnologien am Arbeitsplatz zu analysieren und einen Überblick darüber zu geben.
  • Die Fähigkeit, positive Kommunikationsfertigkeiten festzustellen und die Selbstdarstellung der Kundinnen/Kunden zu unterstützen.
  • Die Fähigkeit, zu beschreiben, wie man die Klischees der Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber in Bezug auf die Einstellung von Menschen mit Behinderung überwinden kann.
  • Die Fähigkeit, Klientinnen/Klienten dahingehend anzuleiten, wie und zu welchem Zeitpunkt bei der Stellensuche sie ihre Behinderung offenlegen sollten.
  • Die Fähigkeit, Techniken zum Erstellen und Abgeben von Stellenbewerbungen anzuwenden.
  • Die Fähigkeit, Probe-Bewerbungsgespräche zu führen.
  • Die Fähigkeit, Feedback hinsichtlich der Leistungen der Klientinnen/Klienten zu geben.
  • Die Fähigkeit, die Klientin/den Klienten mit Behinderung auf ihren/seinen ersten Arbeitstag vorzubereiten.

Haltungen:

·         Umsetzen eines personenzentrierten Ansatzes in Bezug auf jede Klientin/jeden Klienten mit Behinderung unter Berücksichtigung ihrer/seiner Einschränkungen, Stärken und Wünsche hinsichtlich der beruflichen Entwicklung.

·         Eine erhöhte Sensibilisierung in Bezug darauf, den Bedarf und die Erwartungen der Klientinnen/Klienten und der Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber in Einklang zu bringen.

·         Ein gestärktes Vertrauen in Bezug auf das Bestehen der Klientin/des Klienten mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt.

Bewertung (Art)

Selbsteinstufungstest

Fallbasierte Prüfung