BERUFSPROFIL

Der folgende Abschnitt beschreibt das Berufsbild einer Fachkraft für UB. Die COACH@WORK-Partnerschaft hat vier Hauptaufgabenbereiche für künftige Fachkräfte für UB definiert: Menschen mit Behinderung, Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber, Vernetzung und Einsatz von technischen Tools und IKT-Tools. Jeder Bereich wird entsprechend der benötigten Fertigkeiten, Kenntnisse und Einstellungen besprochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauptaufgaben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauptaufgaben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauptaufgaben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menschen mit Behinderung

1. Geeignete Klientinnen/Klienten für die Unterstützte Beschäftigung identifizieren und einbeziehen.

2. Einsatz eines personenzentrierten Ansatzes (informierte Entscheidungen der Klientinnen/Klienten).

3. Entwicklung eines Berufsprofils, das die Fertigkeiten und Erwartungen der Klientinnen/Klienten beinhaltet und Hindernisse und Unterstützungsbedarf identifiziert. Entwicklung eines Aktionsplans (mit Schwerpunkt auf Verantwortlichkeiten/Stärken).

4. Organisation eines Praktikumsplatzes, Unterstützung einer realistischen Sicht der Klientinnen/Klienten in Bezug auf die eigenen Stärken/Fähigkeiten in verschiedenen Arbeitsfeldern.

5. Identifizieren geeigneter Arbeitsplätze - Abgleich von Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern; Stärkung der Entscheidungsfindung der Menschen mit Behinderung.

6. Bereitstellung von Informationen in Bezug auf Sozialhilfe/Unterstützungsdienste und Rahmenbedingungen für eine bezahlte Beschäftigung.

7. Angemessene Unterstützung und Schulung der Klientinnen/Klienten, um diese zu befähigen, ihre Arbeitsposition abzusichern bzw. ihre Karriere zu entwickeln.

8. Laufende Unterstützung am Arbeitsplatz und abseits des Arbeitsplatzes.

Kenntnisse

Fertigkeiten

Einstellungen

. 5 Stufen der Unterstützten Beschäftigung

. Kenntnisse über Behinderungen

. Personenzentrierte Methoden

. Beurteilungsmethoden

. Bedarfsanalyse

. Kommunikations-/Beurteilungsfertigkeiten

. Einsatz alternativer Kommunikationssysteme

. Soft Skills (Empathie, Hörverständnis usw.)

. Positive Bestätigung

. Beraterische Fertigkeiten

. Fertigkeiten in Verhandlung und Marketing

. Selbstbeurteilung

. Ausbildungsfertigkeiten

. Stärkung der Entscheidungsfindung

. Kombination von Wissen und Fertigkeiten

. Netzwerke schaffen

. Verantwortung/Selbstständigkeit bei der Umsetzung der Unterstützten Beschäftigung

 

Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber bzw. Unternehmen für Menschen mit Behinderung

1. Für Menschen mit Behinderung geeignete Unternehmen identifizieren und einbeziehen.

2. Den Bedarf von Unternehmen feststellen; gutes Abgleichen von Arbeitgeberinnen/Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern in Bezug auf eine Stelle.

3. Unterstützung für Kolleginnen/Kollegen von Menschen mit Behinderung.

4. Analysieren und Offenlegen von Organisationsstrukturen und Unternehmenskultur - die Inklusion der neuen Arbeitnehmerin/des neuen Arbeitnehmers strukturieren.

5. Arbeitsplatzanalyse

6. Unterstützen der beruflichen Entwicklung im Unternehmen.

Kenntnisse

Fertigkeiten

Einstellungen

. Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes

. Arbeitsgesetzgebung

. Finanzielle Fördermöglichkeiten

. Verschiedene Arten von Behinderung und ihre Auswirkungen auf die Arbeit

. Sicherheitsregeln für Arbeitsplätze

. Mediationsfertigkeiten

. Gute Beobachtungs- und Analysefertigkeiten

. Beraterische Fertigkeiten

. Gute kommunikative Fertigkeiten im Umgang mit Arbeitgeberinnen/Arbeitgebern

 

. Verhandlungen in Bezug auf Arbeitsmöglichkeiten

. Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven und Erwartungen

. Netzwerke schaffen

 

 

 

Netzwerken

1. Entwicklung eines Netzwerks mit Kontakten und Aufbau von Beziehungen zu Angehörigen der Gesundheitsberufe, Sozialdienste, Arbeitsämter, Sozialhilfe usw., um bei der Überweisung, Beurteilung und Unterstützung der Arbeitssuchenden helfen zu können.

2. Personenzentrierter Ansatz: Auch Aufbau von Beziehungen zu den natürlichen Unterstützerinnen/Unterstützern der Arbeitssuchenden.

3. Arbeit mit Arbeitgeberinnen/Arbeitgebern in Bezug auf die Entwicklung von Beschäftigungsmöglichkeiten mittels verschiedener Initiativen.

4. Sensibilisierung in Bezug auf Unterstützte Beschäftigung durch Präsentationen, Teilnahme an Treffen/Veranstaltungen und Marketing.

 

Sensibilisierung auf verschiedenen Ebenen

1. Öffentlichkeit: Fragen von Behinderung und Beschäftigung. Veränderungen in der Haltung der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Behinderung.

2. Staat/Finanzierung: Themen im Zusammenhang mit Beschäftigung und staatlichen Programmen, Finanzierung über soziale Dienste usw.

3. Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber: Sensibilisierung in Bezug auf die Vielseitigkeit von Menschen mit Behinderung.

4. Menschen mit Behinderung: Sensibilisierung in Bezug auf Vielseitigkeit, das Menschenrecht auf Arbeit, UN-Konventionen, rechtliche Rahmenbedingungen usw.

 

Kenntnisse

Fertigkeiten

Einstellungen

. Methoden der Sensibilisierung

. Kenntnis über die relevanten Akteure/Parteien

. Kommunikative Fertigkeiten

. Fertigkeiten im Bereich Netzwerken

. Marketingfertigkeiten

. Selbstdarstellung/Präsentationsfertigkeiten und Kreativität

. Netzwerke schaffen

. Aufgeschlossenheit in Bezug auf verschiedene Netzwerke/Initiativen

. Team-Supervisionen

Einsatz von technischen Tools und IKT-Tools

1. Fähigkeit, IKT einzusetzen

2. Kenntnis der technischen Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung

3. Einsatz von technischen Einrichtungen zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz

4. Schaffung von Netzwerken mit technischen Fachleuten

Kenntnisse

Fertigkeiten

Einstellungen

. IKT-Kenntnisse

. Technische Unterstützungsmöglichkeiten/Ausrüstung

. Beraterische Fertigkeiten

. Fertigkeiten im Bereich computerbasierte Kommunikation

 

. Netzwerke schaffen

. Fähigkeit, neue, kreative Techniken einzusetzen