Nationale Ebene

Das österreichische Arbeitsgesetz: http://www.advantageaustria.org/zentral/business-guide-oesterreich/investieren-in-oesterreich/arbeit-und-beruf/Austrian_Labour_Law.pdf

Nationaler Sozialbericht 2014:

Maßnahmen zur Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt sind auf den persönlichen Unterstützungsbedarf von Menschen mit Behinderung ausgerichtet. Ein spezifischer Unterstützungsbedarf ergibt sich aus besonderen Lebenssituationen, aus dem Alter der Person und aus bestimmten Formen der Einschränkung, oder aus der Überlagerung der Behinderung und anderer Hintergrundsituationen, die eine Integration in den Arbeitsmarkt erschweren kann. Im Einklang mit dem sogenannten Disability Mainstreaming haben

 

Menschen mit Behinderung Zugang zu allen von der allgemeinen Arbeitsmarktpolitik angeboten Maßnahmen und somit auch zur entsprechenden Unterstützung. Einige Behinderungen führen jedoch zu einem besonderen Unterstützungsbedarf am Arbeitsplatz oder am Weg zur Arbeit. Im Rahmen der Beschäftigungsoffensive der Bundesregierung bietet das Ministerium für soziale Angelegenheiten eine breite Palette an Förderinstrumenten, einschließlich verschiedener projektbasierter und individueller Subventionen oder einer Kombination aus beiden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Prävention im Rahmen der Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt; Ziel dabei ist es, die Fähigkeit von Menschen mit Behinderung zu arbeiten so lange wie möglich zu bewahren. Im Bereich der Projektförderung, ist das Netzwerk Berufliche Assistenz (NEBA) mit seinen verbundenen Dienstleistungen besonders erwähnenswert. Es handelt sich dabei um eine Dachmarke für ein sehr breit gefächertes System für die Unterstützung von Menschen mit Behinderung und ausgrenzungsgefährdete Jugendliche.

In Bezug auf die Zielgruppe des Sozialministeriumservice, bilden die NEBA-Angebote einen wichtigen Teil der österreichischen Arbeitsmarktpolitik, und als Trägerstruktur für den Arbeitsalltag spielen sie eine Schlüsselrolle bei der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und bei der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung.

Die NEBA-Programme Jugendcoaching, Berufsausbildungsassistenz, Unterstützung am Arbeitsplatz (Arbeitsassistenz) und Jobcoaching bilden neben Ausbildungsfit und der persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz das Zentrum der Subventionslandschaft des Ministeriums für Soziales. Individuelle Förderungen sind weitgehend in der Lage, Nachteile aufgrund von Behinderungen zu kompensieren und ermöglichen es somit Menschen mit Behinderung, sich am Arbeitsmarkt zu beteiligen. Eine neue Herausforderung für die Förder- und Unterstützungspolitik des Sozialministeriums ist die Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt, der im Nationalen Aktionsplan für Behinderung festgeschrieben ist. Die Förderpolitik des Sozialministeriums soll die Gleichbehandlung und die Verantwortung der Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber zum Thema machen, um bestehende soziale Barrieren und Vorurteile gegen die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu durchbrechen.

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