Vorbereitung für den ersten Arbeitstag

Ergebnisse

Diese Einheit bietet den Arbeitssuchenden mit Behinderung die notwendigen Informationen und Tools...

·         um festzustellen, wie sie ihre Chancen dafür, bei der Aufnahme einer Beschäftigung einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, verbessern können;

·         um sie dabei zu unterstützen, einen guten Eindruck zu hinterlassen.

 

Grundlage
Der erste Tag bei der Arbeit ist für alle immer ein großes Ereignis. Auch ein Mensch mit Behinderung wird sich fragen, wie seine neuen Kolleginnen/Kollegen reagieren werden. In dieser Einheit sollte die Fachkraft für UB einige nützliche Tipps dafür geben, wie man sich am neuen Arbeitsplatz einfach integriert.

 

Der erste Arbeitstag rückt näher und sie/er wird vielleicht nervös. Zwei wichtige Tatsachen sollten ihr/ihm dabei helfen, sich zu entspannen. Zunächst sollten Sie als Fachkraft für UB betonen, dass die Chefin/der Chef sie/ihn eingestellt hat, weil sie/er von ihrer/seiner Qualifikation überzeugt ist. Die Chefin/Der Chef wird sie/ihn unterstützen und niemand erwartet, dass eine neue Arbeitnehmerin/ein neuer Arbeitnehmer von Anfang an eine Super-Heldin/ein Super-Held ist. Im Laufe der Zeit wird sie/er mit der neuen Arbeit aufgrund der Erfahrungen und der ständigen Weiterbildung vertraut werden. Als Fachkraft für UB sollten Sie Ihre Klientin/Ihren Klienten ermutigen, sich nicht um Dinge zu kümmern, die in der Zukunft liegen, und die Dinge ihren Lauf nehmen zu lassen.

Der zweite Tipp ist ein bisschen schwieriger zu schlucken. Die neuen Kolleginnen/Kollegen haben vielleicht noch nie Kontakt mit einem Menschen mit Behinderung gehabt. Wenn sich die Kolleginnen/Kollegen ein bisschen unsicher dahingehend fühlen, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen sollten, dann kann gerade Ihre Kundin/Ihr Kunde dazu beitragen, damit auf eine einfache und entspannte Art umzugehen. Denken Sie daran, dass die Kolleginnen/Kollegen nicht aufgrund der Behinderung respektlos sein werden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kolleginnen/Kollegen werden sie/ihn mit natürlichem Respekt behandeln und sie/ihn vielleicht sogar noch mehr respektieren, wenn sie/er offen und ehrlich über ihre/seine Behinderung spricht.

Was die Kolleginnen/Kollegen auf jeden Fall wissen sollten, ist, ob der Arbeitsplatz für die Klientin/den Klienten mit Behinderung eine Beeinträchtigung darstellt. Dann bräuchte sie/er eventuell eine spezielle Arbeitshilfe oder ein Gerät, einen externen Dienst (z. B. Gebärdensprachdolmetsch) oder einfach nur eine gelegentliche Hilfe von ihren/seinen Kolleginnen/Kollegen.

Einige Behinderungen sind gut sichtbar, aber andere sind schwer zu erkennen und manchmal sogar völlig unsichtbar. Als Fachkraft für UB sollten Sie beratend eingreifen und dabei helfen, Missverständnisse oder Gerüchte am Arbeitsplatz zu vermeiden (zum Beispiel, wenn Ihre Klientin/Ihr Klient mehrmals am Tag zur Toilette gehen muss, um sich Insulin zu spritzen).

Darüber hinaus kann die Fachkraft für UB über mögliche Konfliktsituationen sprechen und darüber diskutieren, wie man sie lösen oder vermeiden kann.

 

 

Inhalt
Diese Einheit umfasst Folgendes:

Diskussion: Vorbereitung für den ersten Arbeitstag. Verhalten in Bezug auf Kolleginnen/Kollegen und Vorgesetzte. Um geeignete Adaptierungen am Arbeitsplatz oder Hilfstechnologien bitten. Wie und wann ist es angemessen, die Behinderung offenzulegen? Wie bittet man bei den Kolleginnen/Kollegen um Unterstützung?

Aktivitäten: Arbeitsblatt "Ihre Rechte bei der Arbeit", Arbeitsblatt "Das Beschäftigungsverhältnis aufrechterhalten", Aktivität "Tipps zur Sicherung des Arbeitsplatzes", Test "Wie geht man mit Konflikten um?" (siehe Modul 3).